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Familien-Mediation
Begutachtung
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Bei der lösungsorientierten Begutachtung steht im Vordergrund,

  • die Eltern in ihrer Verantwortungsübernahme für ihre Kinder zu stärken
  • die Ressourcen und Stärken der Familie für ein besseres Zusammenleben der Kinder mit beiden Elternteilen zu nutzen
  • einen Beitrag zur Konfliktbefriedung bzw.- minderung zu leisten und
  • auf die Erarbeitung einer einvernehmlichen und lang­fristig tragenden Lösung für die konkrete Familie hinzuwirken.

 

Bei einer lösungsorientierten Begutachtung wird deshalb auch Diagnostik, Beratung und Intervention miteinander kombiniert.

Bei der Diagnostik geht es vorrangig darum, sich ein Bild von der Paar– und Be­ziehungsdynamik, von der elterlichen Trennungs- und Konfliktdynamik sowie von den familiären Inter­aktionsprozessen und Kommunikationsmustern zu machen. Außerdem wer­den die Entwicklungsmög­lichkeiten und Res­sourcen des familiären Systems aus­gelotet.

Beratung leistet die Sachverständige, indem sie die Eltern über die Auswir­kungen der elterlichen Trennung auf die Kinder informiert, die Folgen hochkonflikthafter elter­licher Auseinandersetzungen auf die Kinder aufzeigt und über die Schädigungen im Hinblick auf die kindliche Entwick­lung durch eine dest­ruktive Trennungsdynamik infor­miert.

Bei der lösungsorientierten gutachtlichen Vorgehensweise werden verschiedene Inter­ventionen während der Begutachtung versucht bzw. eingesetzt. Dies kön­nen z.B. Elterngespräche sein oder – mit dem Einver­ständnis der Eltern - Ge­spräche mit nicht direkt am Verfahren beteiligte Personen wie z.B. Großeltern oder neue Lebenspartner, aber auch die Vereinbarung und Umset­zung von kon­kreten Schritten und / oder Er­probungsphasen.

 

Auf die Sicht und das Erleben der betroffenen Kinder wird besonderes Augenmerk ge­richtet.

 

Eine lösungsorientierte Begutachtung endet häufig mit einvernehmlich getroffenen Ver­einbarungen der Eltern zur weiteren Perspektive der Trennungs – und Nachscheidungs­familie, insbesondere der Kinder. Über eine gutachtliche Stellungnahme oder ein Kurzgutachten werden diese in das Verfahren eingebracht. Das Familiengericht kann diese Vereinbarungen protokollieren oder gerichtlich genehmigen.

Lösungsorientiert arbeitende Sachverständige sind an einer Professionen übergreifen­den Vernetzung und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachkräf­ten in­teressiert.

Nicht in jedem Fall ist eine lösungsorientierte Begutachtung möglich. Manchmal führt z.B. die hartnäckige und nicht aufzulösende Kooperationsabwehr eines Elternteils oder bei­der Elternteile, die verschiedene Ursachen haben kann, dazu, dass nicht lösungsorien­tiert gearbeitet werden kann. Dann wird eine Begutachtung in der herkömmlichen Art und Weise durchgeführt und ein ausführliches schriftliches Sachverständigen-Gutachten mit Kindeswohl sichernden Empfehlungen an das Familiengericht gegeben.

Praxis Annegret Böhm | praxis@annegret-boehm.de